Mit Mutationstests die Testfallgüte bewerten

Der Mutationstest erlaubt die Qualität von Testfällen zu prüfen und gegebenenfalls zu verbessern. Beim Mutationstest wird ein Satz von bestandenen Testfällen auf einem mutierten Testobjekt erneut ausgeführt. Mutieren bedeutet, dass die zu testende Software (subtil) verändert wird. Schlägt bei der Wiederholung der Tests nun mindestens einer der Tests fehl, dann hat dieser Testfallsatz die Mutation aufgedeckt („getötet“ im Fachjargon). Falls nicht, ist dies bedenklich und muss überprüft werden. Möglicherweise liegt eine äquivalente Mutation vor, bei der sich das Verhalten des Testobjekts nach außen nicht ändert. Dies muss durch einen Menschen geprüft werden; der hierdurch entstehende Aufwand ist die Problematik des Mutationstests. Handelt es sich um eine nicht-äquivalente Mutation, ist die Qualität des Testfallsatzes mangelhaft, denn er erkennt die Mutation nicht und muss nachgebessert werden. Die IEC 61508 nennt den Mutationstest „Fehlereinpflanzung“ bzw. „error seeding“. Der Vortrag stellt das Verfahren des Mutationstests anhand Software-Units vor.

 

Referent: Frank Büchner, Hitex GmbH

Frank Büchner hat ein Diplom in Informatik von der Technischen Hochschule Karlsruhe (heute KIT). Seit vielen Jahren widmet er sich dem Thema Testen und Software-Qualität. Momentan arbeitet er als „Principal Engineer Software Quality“ bei der Fa. Hitex GmbH in Karlsruhe.

Key Facts

Themengebiet: Embedded Testing

Datum und Uhrzeit: 05. November 2021, 13:30 bis 14:15

Raum: Madrid

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