Data and Control Coupling - Was ist das und wie können wir das messen?

Der in relevanten Normen (z.B. DO-178C) geforderte Nachweise der Daten- und Kontrollflussanalyse für eine zu zertifizierende Software ist eine ziemliche Herausforderung. Eine neue, nichtintrusive Beobachtungstechnologie bietet die Möglichkeit, Daten- und Kontrollflüsse während Integrations- und Systemtests zu beobachten Auch die Überprüfung der funktionalen Vollständigkeit von Requirements wird durch diese neue Technologie unterstützt.

Herausforderungen bei der Daten- und Kontrollflussanalyse:

  • Die exakte Unterscheidung zwischen einem Daten- und einem Kontrollfluss ist in einer typischen Software-Anwendung schwierig, da diese oftmals eng gekoppelt sind.
  • Die Anzahl der Daten- und Kontrollflüsse in einer Software tendiert gegen unendlich, wichtig ist hier die Identifizierung der wirklich releventen Elemente.
  • Tests zum Nachweis von Daten- und Kontrollflüssen sind üblicherweise im integrierten System ohne SW-Instrumentierung nicht möglich. In der Luft- und Raumfahrt werden Unit- und Integrationstests zum Nachweis wichtiger Daten- und Kontrollflüsse eingesetzt. Eine Verifikation unter Berücksichtigung von zeitlichen Aspekten ist damit aber nicht oder nur mit Einschränkungen möglich.

Die langandauernde, nicht-intrusive Systembeobachtung erlaubt es nun, Daten- und Kontrollflüsse in allen Testebenen systematisch zu verfolgen. Da diese Tests auch die funktionalen Anforderungen nachweisen, kann auch die Vollständigkeit der Anforderungen überprüft werden.

 

Referenten: Dr. Alexander  Weiss, Accemic Technologies GmbH und Martin Heininger, HEICON - Global Engineering GmbH

Dr. -Ing. Alexander Weiss studierte an der TU München Elektrotechnik / Informationstechnik. Thema seiner Dissertation war die effiziente Beobachtung von eingebetteten Prozessoren.  Als Mitgründer und Geschäftsführer der Accemic Technologies GmbH arbeitet er aktiv an der Entwicklung von Systemen zur nichtintrusiven und kontinuierlichen Beobachtung und Laufzeit-Analyse von eingebetteten Anwendungen, insbesondere auch auf Mehrkern-Prozessoren.
Alexander Weiss hält mehrere Patente und ist Autor einer Vielzahl von Fachartikeln.

Dipl.-Ing. (FH) Martin Heininger, Gründer und Geschäftsführer der HEICON - Global Engineering GmbH, einem Beratungsunternehmen in Schwendi bei Ulm, verfügt über 15 Jahre Erfahrung im Bereich von Methoden und Prozessen für die Entwicklung von sicherheitskritischen Embedded Systemen.

Er betreut vorwiegend Projekte der Funktionalen Sicherheit in der Luftfahrt, Automatisierungstechnik, Bahntechnik und Automobilindustrie.  Seine Tätigkeitsschwerpunkte liegen in der Beratung zur praxistauglichen Implementierung der ISO26262, IEC 61508, DO- 178 und EN50128.

Martin Herr Heininger hat Elektrotechnik studiert an der Fachhochschule Augsburg studiert. 6 Jahre war er bei der Firma Tescom in Ulm. Dort war er als Testingenieur und später als Gruppenleiter tätig. Danach war Herr Heininger bei der Firma Diehl Aerospace in Überlingen als Teamleiter Test tätig. Dort verantwortete er die projektbezogene Low-Level Verifikation sowie Zertifizierung nach DO-178B.

Vor der Gründung der GmbH war er mehr als 10 Jahre freiberuflich im Bereich von Schulungen und Consulting für Entwicklungsprozesse im sicherheitsrelevanten Software Engineering aktiv.

Key Facts

Themengebiet: Safety & Security im Embedded Umfeld

Anspruch: Fortgeschrittene

Datum und Uhrzeit: 28. Juni 2022, 14:00 bis 14:45

Raum: Paris

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