Messen Sie schon die Hyper-Coverage? - Mit kumulierter Code-Coverage Varianten absichern und effiziente Retests durchführen

Eine Zertifizierung sicherheitskritischer Software erfordert umfangreiche und normgerechte Tests aller Funktionalitäten. Die Vollständigkeit der Tests wird in der Regel über die Code-Coverage nachgewiesen, mit der man möglichst alle Code-Varianten abdecken möchte. Für einen effizienten Test stellt sich daher die Frage, wie man eine möglichst hohe Code-Abdeckung bei möglichst niedrigem Testaufwand erreichen kann?

Die Präsentation beschreibt den Zusammenhang zwischen Code-Varianten und gemessener Code-Coverage und welche Schlüsse sich aus der Analyse einer kumulierten Coverage in Bezug auf den Test neuer Software-Versionen ziehen lassen. Mit den gewonnenen Informationen lassen sich die aufgrund kleinerer Änderungen in der Software notwendigen Retests optimieren, so dass nur die tatsächlich betroffenen Stellen erneut getestet werden müssen. Eine Gesamtbetrachtung aller Code-Varianten und deren Abhängigkeiten von Source- und Header-Dateien ist dabei unabdingbar.

Die Optimierung des Retests von Software spart Zeit und Resourcen und ermöglicht kontinuierliches Testen im Entwicklungsprozess. Wichtig ist die korrekte Erfassung von Abhängigkeiten, so dass nur die relevanten aber vor allem auch die unbedingt notwendigen Tests wiederholt werden. Der Vortrag befasst sich mit den folgenden Themen:


- Source-Code, Varianten und was der Compiler letztlich sieht
- Zusammenhänge zwischen Flow-Chart und Source-Code
- Die Tücken der Compiler-Macros (Defines) im Code
- Wie man die Code-Coverage trotz bedingter Kompilierung dem Code zuordnen kann

Es werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie man mit den vorhandenen Mitteln der Coverage-Messung noch zusätzliche Ergebnisse gewinnen kann, um die Herausforderungen des Tests (wie beispielweise Code-Varianten) zu meistern.

 

Referent: Michael Wittner, Razorcat Development GmbH

Dipl.-Inform. Michael Wittner ist seit vielen Jahren im Bereich Software-Entwicklung und Test tätig. Nach dem Studium der Informatik an der TU Berlin arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Daimler AG an der Entwicklung von Testmethoden und Testwerkzeugen. Seit 1997 ist er geschäftsführender Gesellschafter der Razorcat Development GmbH, dem Hersteller des Unit-Testtools TESSY und CTE sowie des Testmanagement-Tools ITE und der Testspezifikationssprache CCDL.

Key Facts

Themengebiet: Embedded Testing

Datum und Uhrzeit: 29. Juni 2022, 15:00 bis 15:45

Raum: Madrid

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